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"Wolfger war aus Deutschland gekommen, mit seinem Bruder und dreihundert Panzerkriegern; Sie waren aus der Grafschaft von Hainburg gewesen. Géza der Fürst hatte ihnen den Berg von Küszén gegeben, und die Insel bei Győr als ewige Unterkunft, wo er eine Burg und auf dem Hügel ein Kloster gebaut hatte, in dem er begraben worden war.

Von ihnen stammt das Geschlecht Héder."

Historischer Hintergrund

Gespan Héder sei laut Chroniken Namensgeber des Dorfes, der 1146 als Gespan, sodann als Hofrichter von Géza II. tätig gewesen sei. Dezső, ein berühmter Familienmitglied hat 1338 im Feldzug von Havasalföld seine Kleidung mit König Karl Robert getauscht, und dadurch das Leben des Königs gerettet. Jeder Nachkomme hat ein hohes Amt bekleidet. Sowohl kirchliche als auch weltliche Würdenträger waren aus der Familie gekommen: Johannes und Ladislaus waren Bischöfe von Győr und Eger gewesen, und Lorenz diente als letzter Palatin des Königs Siegmund. Als Lorenz 1658 gestorben war, war die Familie Héderváry ohne Erben geblieben. Kaiser und König Leopold I. genehmigte die Anerkennung des Erbrechtes von Frau Viczay Katalin (geb. Héderváry Katalin), Schwester von Lorenz.

Das Wappen wurde vereinigt und der Name Viczay-Héderváry aufgenommen. 1873 starb aber auch die Familie Viczay aus. Die Erbin war wieder vom Tochterzweig gekommen. Khuen Károly einigte das Wappen und nahm den Namen Khuen-Héderváry auf. Sie waren die Herren von Hédervár bis 1945.

Geschichte des Schlosses

Ritter Héder wird für sich schon Mitte des 12. Jahrhunderts eine Burg aus Holz gebaut haben, die sich auf dem sog. Juden-Hügel am Ende des heutigen Schlossparks erhob. Der Bau wurde beim Tatarenstreifzug zerstört. König Béla IV. ließ zahlreiche Burgen und Wohntürme bauen. Im Jahre 1521 verlor Héderváry Ferenc das Landgut wegen Treulosigkeit, doch die Eigentumsrechte wurden später wiederhergestellt und auf Héderváry János übertragen. Dieser hat das Schloss im Renaissancestil umgebaut. Die heutige Barockform stammt aus der zweiten Haelfte des 18. Jahrhunderts.

Dank dem Engländer Petri Bernard kam der englische Park um dem Schloss zustande, wo sich auch zahlreiche exotische Pflanzen, wie z.B. chinesischer Gingko und amerikanische Tulpe befinden.

Das älteste - einst wahrscheinlich allein stehende - Viertel des Schlosses ist der sechseckige Süd-Ost-Turm mit den dicksten Wänden und größter Grundfläche, der aus dem 13. Jahrhundert stammt. Der Wohnturm wurde in der Gothik bzw. Renaissance erweitert, dann nach der Zerstörung von 1534 wurde es im Jahre 1658 wieder umgebaut. Das heutige Barockäußere stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Graf Khuen-Héderváry Károly ließ das Schloss im Romantikstil umbauen.

Das Schloss besitzt nur drei Türme. Der Überlieferung nach stand der Bau im Treffpunkt von drei Komitaten (Győr, Pozsony und Moson). Deshalb soll jeder Turm auf einem anderen Komitatsgebiet errichtet worden sein. Hédervár war tatsächlich einst die Grenze zwischen Győr und Pozsony (Bratislava), aber Moson zog sich nie bis Hédervár. Die Überlieferung bezieht sich wohl eher darauf, dass die Familie Héderváry in jedem der drei Komitate über erhebliche Grundbesitze verfügte.

Die Grafen von Héderváry wurden 1945 während der Agrarreform ihrer Güter enteignet. 1947 wurde im Schloss ein Volkskolleg gestiftet, wo Kinder aus den nahen Dörfern die Grundschule besuchen konnten. Das Schloss funktionierte dann ab 1983 als Künstlerrefugium. Zwischen 2002 und 2004 wurde das Schloss renoviert. Es entstanden prachtvolle Zimmer, Suiten, Salons und Bäder, welche zeitgetreu, aber mit allem heutigen Komfort eingerichtet wurden. Im Frühling 2004 eröffnete das 4-Sterne-Schloss Héderváry seine Tore.

Das Schloss Héderváry**** kann idealer Ort für Veranstaltungen wie Hochzeiten und Konferenzen sein, ist aber wegen seiner luxuriös eingerichteten Zimmern und seiner ausgezeichneten Küche auch unter anspruchsvollen Touristen beliebt.

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